12 schockierende Statistiken zu multilingualem Marketing

Multilinguales Marketing

Trotz globaler Ambitionen oder bereits erfolgter Internationalisierung des Angebots kümmern sich viele Unternehmen nicht um eine multilinguale beziehungsweise globale Marketingstrategie. Die Auseinadersetzung mit dem neuen Markt, den Kunden oder den kulturellen Gegebenheiten (die für den Erfolg der Unternehmung entscheidend sind) erfolgt, wenn überhaupt, nur oberflächlich. Viel Potenzial wird so liegen gelassen.

Eine Studie des Unternehmens Cloudwords hat zwölf Fakten zum Thema globale Marketingstrategie gesammelt, die Content Manager und Übersetzer auf der ganzen Welt mit offenen Mündern dastehen ließen. Gesammelt wurden die Antworten von 500 Teilnehmern der Konferenz „Content Marketing World“.

Auch, wenn die befragte Gruppe relativ klein ist, so darf man davon ausgehen, dass es sich hierbei um Experten auf ihrem Feld handelt. Die Ergebnisse sind deshalb umso repräsentativer und mitunter schockierender:

Fakt #1: 60 Prozent der Befragten besitzen keine globale Marketingstrategie. Die Internationalisierung wird also häufig „ins Blaue“ vorangetrieben, ohne genau zu wissen, wie der Markt funktioniert oder die Konkurrenz und Kunden aussehen.

Fakt #2: 67 Prozent der Befragten wissen nicht, mit welchen (technologischen) Hilfsmitteln Übersetzer-Projekte umgesetzt wurden. Die Frage, ob Übersetzungsbüros beauftragt wurden oder eventuell die „Crowd“ genutzt wurde, konnten nicht beantwortet werden.

Fakt #3: 81 Prozent der Befragten haben noch nie von „Translation Memory“ gehört. Dabei handelt es sich nicht um maschinelle Übersetzungen, sondern eine Art Speicher, der „erinnert“, wie ein Übersetzerbüro bestimmte (wiederkehrende) Phrasen übersetzt hat, um einen Standard für besonders wichtige Aussagen, wie beispielsweise den Slogan, zu etablieren.

Fakt #4: Rund 30 Prozent der Befragten wissen nicht, wie viel Zeit Übersetzungen tatsächlich in Anspruch nehmen.

Fakt #5 und #6: 69 Prozent der Befragten wissen nicht, wie hoch das Budget für die Internationalisierung des Angebots ist. 42 Prozent von ihnen kennen die globalen Zukunftspläne des Unternehmens nicht – beide Zahlen machen deutlich, dass es hier auch ein großes Problem im Management der Globalisierungsteams gibt.

Fakt #7, #8, #9 und #10: Wenn es um die tatsächlich übersetzten Inhalte geht, fand die Befragung heraus, dass acht Prozent der Unternehmen überhaupt keine Übersetzungen ihres Auftritts anboten. 79 Prozent der Unternehmen übersetzen zumindest die Webseite. 42 Prozent nahmen auch eine Übersetzung von Broschüren und anderen Firmenmaterial vor. Weitere 23 Prozent übersetzen zusätzlich Inhalte aus Blogs, sozialen Medien und Pressemitteilungen.

Fakt #11 und #12: Dass die Lokalisierung der Inhalte wichtig ist, ist dem Großteil der Befragten klar. Problematisch sehen 30 Prozent der Befragten jedoch die Kosten der Internationalisierung und die Zeit, bis das Unternehmen tatsächlich Fuß fasst und die Umsätze im Ausland steigen. 20 Prozent benennen die großen kulturellen Unterschiede und die damit verbundenen Schwierigkeiten als große Herausforderung.

Die Umfrage auf der Content Marketing World Konferenz macht klar: Die Schwierigkeiten der Internationalisierung des Unternehmensangebots für das Ausland wird zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Fehlende ganzheitliche Strategien und Unklarheiten im Management erschweren den Markteintritt erheblich – der Trend geht jedoch zumindest wenn es um professionelle Übersetzungen geht, in die richtige Richtung: Immer mehr Firmen nutzen die Expertise von Übersetzerbüros und Muttersprachlern für die Lokalisierung ihrer Inhalte.

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