5 essenzielle Strategien für globales Content Marketing

Globales Content Marketing

Content Marketing ist heute eines der effektivsten Mittel, um auf die Unternehmung, die Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Das Internet vernetzt hierfür nicht nur die passenden Zielgruppen auf der ganzen Welt, sondern stellt die Verantwortlich natürlich auch vor Herausforderungen. Eine passende Strategie ist für den Erfolg umso entscheidender, da alle Maßnahmen sonst ohne signifikante Auswirkungen ins Leere zielen.

Globales Content Marketing kann den Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage für viele große Unternehmen bedeuten – nur, wer die Maßnahmen sinnvoll miteinander verknüpft und die richtigen Mittel und Wege identifiziert, kann hier Erfolge verbuchen. Der „perfekte Weg“ zum globalen Publikum ist im Vergleich zu lokalem (beziehungsweise nationalem) Publikum jedoch grundsätzlich anders, denn:

  • Gesetzliche Richtlinien unterscheiden sich häufig, sodass der Vertrieb oder das Marketing für bestimmte Produkte oder Dienstleistungen nicht oder nur bedingt möglich ist.
  • Die Zielgruppe besitzt einen anderen kulturellen Hintergrund – die Marketingstrategie muss sich anpassen, nicht der Kunde.
  • Übersetzungen nehmen einen wichtigen Teil der globalen Content Marketingstrategie ein. Nicht nur die Frage, in welche Sprachen übersetzt werden soll, ist entscheidend. Auch das Maß an Qualität, die Beachtung von Slang und verschiedenen Dialekten ist essenziell, um die Zielgruppe zu erreichen und zu überzeugen.

Tiefgreifende Analysen und Marktrecherchen sind die Basis für den Erfolg der Kampagnen. Um den gesamten Prozess zu einer erfolgreichen globalen Content Marketing Strategie zu vereinfachen, können sich Verantwortliche an einem simplen Fünf-Punkte-Plan halten, der alle essenziellen Elemente beinhaltet.

Strategieelement #1: Nischenfindung

Es lässt sich überhaupt nicht oft genug wiederholen, wie wichtig es ist, eine Nische zu finden, in der sich Unternehmen (im Ausland) platzieren können. Dafür muss das Rad nicht neu erfunden werden:

  • Eine komplett neue Nische zu entwickeln erfordert viel Zeit und ist damit sehr kostenintensiv. Oft ist es sogar unmöglich.
  • Besser ist, eine Nische (also ein Bedürfnis der Kunden) zu entdecken, das bereits besteht und in dem die Konkurrenz nicht all zu stark ist.
  • Das Produkt oder die Dienstleistung wird anschließend auf diese Nische „gemünzt“ – das bedeutet, dass das Marketing darauf ausgelegt ist, das Produkt so zu präsentieren, dass das Bedürfnis damit gedeckt wird.

Denkbar ist auch, dass es nicht bei einer Nische allein bleiben muss. Auch mehrere Bereiche können simultan angegangen werden – nur zu viele sollten es nicht werden, da die Verwaltung ansonsten zu umfangreich wäre.

Strategieelement #2: Teamwork

Globales Content Marketing ist Teamsache. Jedes Teammitglied sollte fest definierte Aufgabenbereiche zugeteilt bekommen, in denen sie sich wohlfühlen, um das bestmögliche Ergebnis zu produzieren. Als Geschäftsführer oder Marketingverantwortlicher ist es also essenziell delegieren zu können – dafür ist Vertrauen in die Mitarbeiter natürlich entscheidend, weshalb die Personalsuche und Integration in die Unternehmensabläufe besonders wichtig sind.

Strategieelement #3: Sprachen

Globales Content Marketing kommt nicht ohne die perfekte Zielgruppenansprache aus. Unternehmen, die sich dazu entscheiden einen neuen Markt anzugehen, müssen die eigenen Inhalte deshalb professionell übersetzen lassen. Das bedeutet:

  • Die Firmenwebseite muss in mehrere Zielsprachen übersetzt werden – deutsch und englisch sind dabei nur der Anfang.
  • Social Media Profile gehören ebenso übersetzt wie Werbematerialien (Broschüren oder Flyer) und Pressemitteilungen.

Insbesondere im Bereich Social Media kommen Fragen auf, da sowohl ein zentrales Profil bei Facebook, Twitter, Google+ oder LinkedIn möglich ist, als auch sprachspezifische unterschiedliche Präsenzen eingerichtet werden können. Während Facebook hier beispielsweise entsprechende Targeting-Möglichkeiten bereitstellt, ist das Vorgehen bei Twitter sehr viel schwieriger. Es gilt also zu entscheiden, wann welche Strategie (für welches Netzwerk) Sinn macht.

Strategieelement # 4: Regionale Gesetze und Richtlinien

Eine globale Content Strategie ist nur erfolgreich, wenn Gesetze und Richtlinien des Ziellandes berücksichtigt werden – hier kann es mitunter große Unterschiede geben, insbesondere, wenn es um die Bewerbung von Produkten und Dienstleistungen geht. Dabei hört es nicht bei einer generellen Erlaubnis, die Produkte bewerben und vertreiben zu dürfen auf, auch:

  • Bestimmte Werbephrasen sind in manchen Ländern nicht erlaubt. Dazu gehören beispielsweise auch direkte Vergleiche mit anderen Wettbewerbern.
  • Vor allem bei Gewinnspielen und besonderen Angeboten gilt es auf die länderspezifischen Richtlinien zu achten (vor allem bei sozialen Netzwerken).
  • Der Bereich Sicherheit ist vor allem in Europa ein großes Thema, das strengen Regularien unterliegt.
  • Auch in puncto Design, Größen und Normierungen müssen Unternehmen aufpassen.

Strategieelement #5: Bildmaterial

Bildmaterial ist ein wichtiger Teil des (globalen) Content Marketings. In Verbindung mit Text führen sie dazu, dass der potenzielle Käuferkreis schneller auf das Angebot aufmerksam wird. Allerdings funktioniert auch hier das eine nicht ohne das andere. Beides muss in eine Gesamtstrategie einfließen, bei denen sich Text und Bilder ergänzen und eine „Geschichte erzählen“. Wichtig ist:

  • Das richtige Verhältnis zwischen Text und Bildern
  • Das richtige Setzen der Bilder (innerhalb der Texte und alleinstehend)
  • Die richtigen Motive

Vor allem der letzte Punkt ist immer wieder schwierig, da es auch hier die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe zu beachten gibt: Das, was in der DACH-Region funktioniert, muss nicht automatisch auch in arabischen Ländern oder in China perfekt sein.

Jedes dieser fünf Strategieelemente gehört in eine ausformulierte Gesamtplanung, die den Weg des globalen Content Marketings beschreibt. Sie erfordern Zeit und Manpower, sind für den Erfolg jedoch unabdingbar. Unternehmen, die das berücksichtigen, werden sich schneller auf neuen Märkten zurechtfinden und den Kontakt zum neuen Käuferkreis herstellen. Den Rest macht dann hoffentlich das hochwertige Produkt.

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