Business English: So wird Ihr Englisch verhandlungsfähig

Business English: So werden Ihre Englisch-Kenntnisse sicher und verhandlungsfähig

Was früher einmal Latein war, ist jetzt das Englische: die lingua franca von Forschung, Handel, und eigentlich fast jeder internationalen Kommunikation (zumindest in unseren Breiten). Das bedeutet, dass, sobald man mit fremdsprachigen Menschen zu tun hat und weder der eine noch der andere die jeweils andere Sprache spricht, auf Englisch zurückgegriffen wird. Deshalb ist Business English oft Standard geworden, denn professioneller Kontakt steht und fällt mit der Kommunikation, die zudem noch ein unheimlich komplexes und sensibles Feld darstellt. Langer Rede – kurzer Sinn: einwandfreie Englischkenntnisse sind ein Muss für viele Berufssituationen.

Wie kommt man nun aber zu diesen ominösen „verhandlungssicheren Englischkenntnissen“, die in so vielen Stellenanzeigen gefordert werden?

Definition: verhandlungssicheres Business English

Einen Teil verrät ja bereits der Begriff ‚verhandlungssicher‘ selbst. Darunter kann sich prinzipiell jeder etwas vorstellen. Flüssiges Sprechen, ohne großartig zu Stocken und nach Wörtern suchen zu müssen, Geschäftskorrespondenz verfassen, die den jeweiligen Standards entsprechen.

Die reine Sprachkompetenz auf dem Level des englischen Sprachsystems ist allerdings nur der erste Punkt. Sprache, bzw. Kommunikationskompetenz umfasst noch mehr. Wie auch in der Erstsprache, ist die Anwendung wichtig: gutes mündliches Vortragen, Rhetorik, allgemeine sichere Kommunikation. Das ist besonders im mündlichen Gebrauch knifflig, da man da ja nicht lange Zeit hat, um sich die Worte zurechtzulegen.

Der dritte Punkt umfasst die Umgangsformen und Gepflogenheiten der jeweiligen Geschäftspartner. Hier wird’s besonders schwierig, denn je nachdem, mit welchem Kulturkreis, mit welchem Menschen Sie es zu tun haben, wird sich Ihr Vorgehen ändern müssen. Das ist schon in der eigenen Sprache schwierig, in einer fremden ist das nochmal, gelinde ausgedrückt, übungsbedürftiger.

10 Tipps für den Weg zum sicheren Geschäftsenglisch

Das allerwichtigste gleich vorweggeschickt: behalten Sie sich den Spaß am Englisch lernen. Wenn Sie mit Muss und Zwang lernen, ist es um ein Vielfaches mühsamer und Sprache kann ja immerhin so etwas Spannendes sein.

  1. Beschäftigen Sie sich viel mit Dingen, die Sie selbst interessieren, nur eben auf Englisch. Besonders im Englischen ist das einfach, denn es gibt so ziemlich alles, was es in anderen Sprachen gibt, auch auf Englisch nachzulesen bzw. anzusehen. Schauen Sie sich die englischen Filme im Original (mit Untertiteln) an, versuchen Sie die Songtexte Ihrer Lieblingslieder richtig mitzusingen, und so weiter.
     
  2. Für den effektivsten Business-English-Boost lesen Sie Fachzeitschriften und Artikel aus Ihrer Branche auf Englisch. So sind Ihre Sprachkenntnisse in Form und Sie top-informiert.
     
  3. Nutzen Sie Lernmaterialien. Das Internet hat eine wahre Revolution im Sprachenlernen verursacht, da es Unmengen an Medien zum Hör- und Leseverständnis und auch interaktive Übungen für Lernende zur Verfügung stellt. Die BBC hat zum Beispiel ein eigenes Portal zum kostenlos Englisch üben, das sich auf jeden Fall lohnt auszukundschaften.
     
  4. Außerhalb der Internetblase belegt man am besten spezielle Sprachkurse für das Lernen von Business English, oder legt sich ein Lehrbuch zu. Diese Angebote gibt es zu Hauf und sind darüber hinaus sehr effizient. Besonders etwa bei wöchentlichen Sprachkursen an einem Institut überwindet man den eigenen Schweinehund und vergisst nicht so leicht auf selbstverschriebene Übungseinheiten.
     
  5. Apropos Übungseinheiten: setzen Sie sich kleine Etappen. Eine viertel bis halbe Stunde täglich bewirkt mehr Wunder, als der verordnete Lernsamstag.
     
  6. Gehen Sie Radfahren! Nun ja, zumindest, wenn es um das Wort geht: Tandems sind in Bezug auf Sprache Treffen mit native speakern mehrerer Sprachen, die sich dann gegenseitig unterstützen und korrigieren können. Das funktioniert mit dem Tandempartner ähnlich, wie mit Kollegen. Sie können ja auch mal die ein oder andere E-Mail untereinander auf Englisch verfassen, etc.
     
  7. Sollten Sie manche Vokabeln im Büro öfters brauchen, können Sie sich Schummelzettel schreiben. Solche helfen dann auch gleich, sich die Begriffe zu merken und man kann die alten, bekannten Vokabeln durch neue ersetzen.
     
  8. Nehmen Sie sich Zeit und überlegen Sie sich, wofür sie das Geschäftsenglisch genau brauchen. Mündliche Kommunikation übt sich logischerweise anders als schriftliche. Beobachten Sie auch, wo ihre Schwächen liegen und gehen Sie diese gezielt an.
     
  9. Um die Sprache an sich zu lernen und auch Land, Leute und Gepflogenheiten kennen zu lernen (sofern Ihre Geschäftspartner tendenziell aus englischsprachigen Ländern stammen), bringt ein längerer Aufenthalt, eventuell in Verbindung mit einem Kurs an einer Sprachschule vor Ort, unvorhergesehene Fortschritte.
     
  10. Das wichtigste beim Erlernen einer Sprache ist wahrscheinlich, dass man keine Angst davor haben darf, Fehler zu machen. Im Gegenteil: Sie können / sollten die Leute um Sie herum sogar beten, Sie auszubessern, sollten Fehler passieren. Niemand spricht eine Sprache fehlerfrei. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal ein Wort im Duden nachschlagen müssen.
     

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