5 Tipps zu Lokalisierung für Startups

Lokalisierung Startups

Jede Geschäftsidee beginnt mit einer ersten Idee. Wenn diese langsam Form annimmt, denken viele Menschen daran den alten Job an den Nagel zu hängen und in die Selbstständigkeit zu starten. Vor allem junge Gründer, die vielleicht frisch von der Schule oder Uni kommen, sind dabei besonders ambitioniert und greifen direkt nach den Sternen: Der heimische Markt ist ihnen nicht genug. Sie denken direkt global – ein professioneller Lokalisierungsprozess des Angebots spielt dabei die wohl wichtigste Rolle.

Tausende junge Startups versuchen weltweit Jahr für Jahr ihr Glück in der Geschäftswelt – und nicht wenige von ihnen schaffen es nicht über das erste Jahr hinaus, trotz großer Ambitionen. Zu häufig soll zu früh in andere Märkte expandiert werden, ohne Land und Leute wirklich zu kennen. Ein fataler Fehler, denn Lokalisierung bedeutet nicht einfach nur, das Angebot übersetzen zu lassen, auch, wenn das einen großen Teil der Arbeit ausmacht. Wichtig ist deshalb die Lokalisierung:

  • Professionell gestalten zu lassen.
  • Sich über den Markt Gedanken zu machen.
  • Weitreichende Analysen durchzuführen.
  • Groß zu denken, aber klein anzufangen.
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Mit diesen 5 Tipps zur erfolgreichen Lokalisierung

Auf Grundlage dieser ersten Gedanken und mit Hinblick auf andere weltweit erfolgreiche (ehemalige) Startups, wie beispielsweise das irische Soundcloud, sind die folgenden fünf Tipps ganz entscheidend für eine erfolgreiche Lokalisierung.

Tipp #1: Übersetzungen ja, aber nicht in jede Sprache dieser Welt

Abhängig von der Geschäftsidee kann eine Lokalisierung für weiterführende Märkte durchaus großen Sinn machen. Doch nicht alle Märkte sind interessant – und damit fällt auch die Übersetzung in einige bestimmte Sprachen weg. Startups sollten sich deshalb überlegen, wie das vorhandene Budget am effektivsten genutzt werden kann. Sprachexperten gehen davon aus, das sechs Sprachen häufig ausreichen, um rund 80 Prozent des weltweiten Marktes abzudecken.

Außerdem: Mit einer einmaligen Übersetzung der Inhalte ist es nicht getan – Updates, neue Funktionen oder Newsletter-Kampagnen erfordern laufend weitere Übersetzungsarbeit. Das kann das Budget eines jungen Startups schnell sprengen.

Tipp #2: Übersetzungen brauchen mehr Zeit, als man denkt

Es gibt nur zwei Wege eine Übersetzung durchzuführen: schnell oder korrekt. Für viele Unternehmer, denen der Markt für Lokalisierung fremd ist, wundern sich häufig darüber, wie viel zeit für eine Übersetzung veranschlagt werden muss. Eine gute Faustregel lautet: Schätzen Sie den Zeitaufwand für die Lokalisierung Ihrer Inhalte ein – und schlagen Sie mindestens 20 Prozent darauf.

Tipp #3: Kenne deinen Markt und lerne ihn zu lieben

Eine professionelle Lokalisierung des Startups kann nur funktionieren, wenn die Gründer den Markt kennen. Das erweitert nicht nur das Blickfeld auf das neue Gebiet, sondern auch auf die potenziellen neuen Kunden, auf das, was sie vom Startup erwarten könnten. Auch, wenn ein Flugticket Geld kostet – es lohnt sich.

Tipp #4: Arbeite mit lokalen Mitarbeitern zusammen

Das Budget-Problem spielt auch bei diesem Tipp eine große Rolle: Wer mit lokalen Mitarbeitern zusammenarbeitet, sichert sich einen entscheidenden Marktvorteil, aufgrund der „Insiderinformationen“ dieser lokal ansässigen Menschen. Möglich wären auch andere Formen der Anstellung, beispielsweise über kleinere Beteiligungen, Alpha-User-Status bei Apps und Online-Angeboten oder mit anderen großen und kleinen Vorteilen. Es muss nicht immer eine Festanstellung sein, um Meinungsmacher für die eigene Idee zu gewinnen.

Tipp #5: Setze dir ein Ziel und halte daran fest – man wird es dir danken

Die Lokalisierung muss nicht von Beginn an perfekt sein, sie sollte es jedoch werden. Gerade zu Beginn „verzeihen“ Nutzer aus anderen Ländern kleinere Fehler. Mehr noch: Sie sind dankbar für den Einsatz den Startups zeigen, wenn die Ambitionen in die richtige Richtung gehen. Der Wille zur Perfektion sollte jedoch vorhanden sein. Sonst sind die frühen ersten Nutzer genauso schnell wieder verschwunden, wie sie kamen.

Fünf kleine Tipps, die nicht all zu viel des kleinen Startup-Budgets verschlingen und dennoch für den Unterschied sorgen können: Erste Lokalisierungsmaßnahmen sind der erste Schritt jedes der heute millionenschweren Unternehmen, die es auf der Welt gibt. Sie alle hatten eine Vision und haben Sie mit aller Macht vorangetrieben. Mit den richtigen Partnern und einer guten Idee schafft es vielleicht auch Ihr Startup zu Weltruhm.

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