Kulturelle Kenntnisse fürs Übersetzen und Dolmetschen

Kulturelle Kenntnisse

Dolmetscher (und auch Übersetzer) erwerben während ihres Studiums nicht nur perfekte Kenntnisse in ihren zukünftigen Arbeitssprachen, sondern auch über die Kulturen, die hinter diesen Sprachen stehen. Für einen Italienisch-Übersetzer heißt das nun, dass er sich während seiner Ausbildung auch mit der Tradition, der Kultur und den Wesensarten der Italiener vertraut macht.

Peinliche Fehler beim Übersetzen vermeiden

Die Kultur Italiens unterscheidet sich jedoch nicht allzu sehr von jener Österreichs oder Deutschlands. Die Kultur in arabischen Ländern hingegen schon. Spielen Sie als Auftraggeber also mit dem Gedanken, Unterlagen, Dokumente etc. ins Arabische übersetzen zu lassen, dann sollten Sie das unbedingt von einem professionellen Übersetzer erledigen lassen. Nur so können Sie sicher gehen, dass Ihnen peinliche oder sogar geschäftsschädigende Fauxpas erspart bleiben.

Beispiel: Arabische Länder

Eine Sanitärfirma möchte ihre neuartigen Urinale mit minimalem Wasserverbrauch demnächst auch im arabischen Raum vertreiben und möchte deshalb alle diesbezüglichen Dokumente ins Arabische übersetzen lassen. Die Firma weiß allerdings nicht, dass Muslime aus Glaubensgründen keine Stehurinale benutzen sollen. Die wenigen die es tun, benutzen das Wasser des Urinals für gewöhnlich hinterher zum Händewaschen.

Im arabischen Raum werden diese Art Urinale also wohl kaum den Durchbruch schaffen. Ein professioneller Übersetzer könnte in diesem Fall einschreiten und den Kunden auf diese Tatsache aufmerksam machen. Danach könnte der Text entsprechend angepasst werden oder der Kunde entscheidet sich für eine Produktanpassung, bevor er ein Vermögen in Werbemittel investiert.

Ein guter Dolmetscher kennt die Gepflogenheiten

Auch Dolmetscher können die Kluft zwischen zwei Kulturen sehr gut überbrücken. Sie sind außerdem mit den Gepflogenheiten während einer Konversation bestens vertraut und können den Kunden auf Wunsch auch vor der Dolmetschung darüber aufklären, wie er sich seinem ausländischen Geschäftspartner gegenüber am besten geben soll.

Beispiel: China

Sie erhalten eine Visitenkarte von einem chinesischen Geschäftspartner, die sie sofort einstecken. Ihr Gegenüber zeigt sich daraufhin etwas verärgert. In China gilt es nämlich als Zeichen von Respekt, eine Visitenkarte mindestens für ein paar Sekunden zu betrachten, bevor man sie verstaut. Letzteres sollte man übrigens auch nicht in der Hosentasche machen, denn das wäre für Chinesen dasselbe wie „auf ihrem Gegenüber sitzen“.

Um auf der Glätte des internationalen Parketts also nicht auszurutschen, sollten Sie unbedingt einen professionellen Übersetzer/Dolmetscher konsultieren.

Bildquelle: sussitz / pixelio.de

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