Wie lernt man am besten? – 5 Tricks zum Lernen von Vokabeln

Wie lernt man am besten - die besten Tipps

In der Schule haben es fast alle gehasst und dennoch führt kein Weg daran vorbei, wenn man eine Sprache irgendwann gut beherrschen möchte: das Lernen von Vokabeln. Manchen geht dies sehr leicht von der Hand, andere tun sich schon deutlich schwerer damit, sich an die Bedeutung der fremdsprachigen Worte zu erinnern. Wenn Sie zur letzten Gruppe gehören, dürfte dieser Artikel interessant für Sie sein, denn wir stellen Ihnen die besten Tricks zum Vokabellernen vor.

Lernen Sie mit allen Sinnen

Die moderne Lernforschung unterscheidet zwischen vier Lerntypen: Sie können demnach ein auditiver, visueller, kommunikativer oder motorischer Typ sein. Wenn Sie wissen, in welche Kategorie Sie fallen, ist das schon die halbe Miete. Allerdings lernen die meisten Menschen, unabhängig davon, welcher Lerntyp sie sind, am besten durch eine Kombination aus den verschiedenen Lernmethoden:

  • Auditive Typen merken sich Dinge am besten, wenn sie sie hören. Sprechen Sie die Vokabeln immer wieder laut aus.
  • Visuelle Typen lernen am besten durch Lesen und Bilder. Schreiben Sie die Vokabeln auf und malen Sie kleine Bilder dazu.
  • Kommunikative Typen diskutieren gerne mit anderen über die zu lernenden Dinge und Wörter. Suchen Sie sich einen Lernpartner und reden Sie mit ihm.
  • Motorische Lerntypen möchten Dinge selber erfahren und begreifen. Fassen Sie die Dinge an, deren fremdsprachige Bedeutung Sie sich merken möchten.

Eine Geschichte zur Vokabel erfinden

Wenn Sie kreativ veranlagt sind, dürfte dieser Tipp Sie ansprechen: Bauen Sie möglichst viele Vokabeln in eine Kurzgeschichte ein. Dabei gilt: Lassen Sie Ihrer Kreativität ruhig freien Lauf. Je lustiger, alberner und abstrakter die Geschichte ist, umso höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihnen langfristig im Gedächtnis bleibt. Achten Sie darauf, sich vor allem positive Geschichten auszudenken, denn an diese erinnern wir uns lieber.

Wenn Sie sehr musikalisch veranlagt sind, können Sie natürlich auch einen Songtext aus den Vokabeln machen und sich das Lied vorsingen. Somit werden auch auditive Typen gut angesprochen.

Assoziationen herstellen

Wenn unser Gehirn einen neuen Reiz empfängt, versucht es, diesen mit anderen zu verknüpfen. Kein Wunder also, dass diese Art des Lernens gut funktioniert, um sich Vokabeln zu merken. Aus diesem Grund ist es auch eine gute Idee, Vokabeln nach Themengebiet zu lernen. Gliedern Sie beispielsweise Ihre Vokabeln in Kategorien, zum Beispiel Reisen, Gesundheit, Ernährung, etc.

Lerntypen
Oft hilft es auch, einfach Assoziationen mit den Vokabeln herzustellen.

Suchen Sie auch nach gemeinsamen Wurzeln. Zum Beispiel bedeutet das französische Wort „marché“ auf Deutsch „Markt“. Wenn Sie Konzepte und Denkweisen miteinander verknüpfen, lernen Sie schon allein dadurch, dass Sie sich Gedanken über den Stoff machen. Logik und Verstand zu benutzen, ist eine gute Methode, um sich langfristig an etwas zu erinnern.

Verwenden Sie Bilder im Denkprozess

Kennen Sie das Gefühl, wenn ein Freund etwas erzählt und Sie sich das Erzählte unweigerlich bildlich vorstellen müssen? Das kann bei manchen Dingen sehr unterhaltsam und bei anderen eher unangenehm sein, aber eines gilt definitiv für das berühmte Kopfkino: Es ist sehr schwer aus dem Gedächtnis zu verdrängen. Stellen Sie sich daher Ihre Vokabeln bildlich vor. Wenn Sie sich zum Beispiel an das englische Wort „car“ (also Auto) erinnern möchten, hilft es, sich Ihr eigenes Auto vorzustellen.

Da unsere Aufmerksamkeit vor allem durch Bewegung stimuliert wird, sollten Sie sich bemühen, vor allem bewegte Bilder abzuspeichern. Anstatt eines geparkten Autos denken Sie also lieber an ein fahrendes. Arbeiten Sie auch mit Emotionen – denken Sie an die Freude, als Sie Ihr erstes Auto bekommen haben. Je persönlicher die gedanklichen Bilder sind, umso eher merken Sie sich diese auch.

Umgeben Sie sich mit der Fremdsprache

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, daher sollten Sie sich viel mit der zu lernenden Fremdsprache umgeben, um sie schnellstmöglich erfassen zu können und sie zur normalsten Sache der Welt machen. Es kann schon helfen, einfach Ihre technischen Geräte wie Smartphone, Laptop oder Tablet umzustellen und die Spracheinstellungen zu ändern.

Im Zeitalter von Streamingdiensten können Sie auch Ihre Lieblingsserien in Ihrer neuen Lieblingssprache schauen oder Sie hören sich morgens im Bad fremdsprachige Songs oder Podcasts an. Bei Streaming und DVDs haben Sie zudem den Vorteil, dass Sie sich das Gesagte untertiteln lassen können. So sprechen Sie gleichzeitig die visuelle und auditive Wahrnehmung an und kombinieren zwei Lernmethoden miteinander, wodurch sich ein höherer Merkeffekt einstellt.

Viele Menschen lernen zudem lieber gemeinsam, weshalb es von Vorteil ist, sich einen Gesprächspartner zu suchen, der die Sprache spricht. Idealerweise ist jemand aus Ihrer Familie relativ fit im Gebrauch Ihrer neuen Lieblingssprache und Sie können sich zuhause zum Beispiel auf Englisch oder Französisch unterhalten.

Es gibt Menschen, die tun sich leichter mit dem Pauken von Vokabeln als andere. Wenn Sie nicht dazu gehören, ist dies jedoch kein Grund zum Verzweifeln, denn mit den oben genannten Tricks dürfte es auch Ihnen in Zukunft leichter fallen, sich die schwierigsten Wörter zu merken. Das Wichtigste beim Sprachenlernen ist jedoch die Motivation. Ohne Motivation klappt selbst mit den kreativsten Lernhacks nicht viel. Denken Sie also stets daran, mit Spaß an die Sache ranzugehen, dann lernt es sich bald wie von selbst.

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