Kulturelle Vielfalt macht Sie intelligenter

Kulturelle Vielfalt Intelligenz

Ein multikulturelles Umfeld, in dem verschiedene Kulturen zusammenkommen, hat starke Auswirkungen auf das eigene Leben – oft steht lediglich das Konfliktpotenzial im Vordergrund, dass durch Medienberichte über Glaubenskriege in verschiedenen Teilen der Welt nur noch weiter verstärkt wird. Doch Fakt ist: „Multi-Kulti“ zwingt fast schon dazu, sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Eine ganz neue Erfahrung, die auf den ersten Blick Angst machen kann, im Endeffekt jedoch zu einem sehr viel offeneren und intelligenterem Weltbild führt.

Wer in einem Umfeld wohnt und lebt, dass durch verschiedene Kulturen geprägt ist, steigert die eigene Intelligenz – eine Theorie, die jüngst durch Kolumnist Gregory Rodriguez aufgestellt wurde, allerdings nicht ganz unumstritten ist, denn diese These widerspricht vielen Ergebnissen, zu denen andere Forscher auf diesem Gebiet gekommen sind:

  • Kulturelle Vielfalt führt dazu, dass den Nachbarn nicht über den Weg getraut wird – weil sie einen anderen Lebensstil verfolgen.
  • Kulturelle Vielfalt führt dazu, dass Politikern, wie Gemeindevorsitzenden, Bürgermeistern oder Parteien nicht mehr vertraut wird – weil sie es zugelassen haben, dass die eigene Kultur „verwässert“ wurde.
  • Kulturelle Vielfalt führt dazu, dass sich Menschen in ihre eigenen vier Wände zurückziehen und soziale Kontakte meiden – so wurde beispielsweise beobachtet, dass der TV-Konsum in „Multi-Kulti-Stadtteilen“ sehr hoch ist.

All diese Forschungsergebnisse sind wahr. Interessant ist jedoch, dass keine Lösungswege aufgezeigt werden, denn: kulturelle Vielfalt ist nur im ersten Moment eine Hürde zwischen Menschen – wer diese jedoch überwinden kann, wird sich selbst in einem Umfeld widerfinden, das nicht angsteinflößend, sondern beflügelnd ist. Verständnis für andere Kulturen ist der Weg, um sich selbst weiterzuentwickeln, ohne dabei den eigenen Hintergrund zu vergessen.

Kulturelle Vielfalt bedeutet intellektuelle Herausforderung

Eine multikulturelle Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn jeder Einzelne auf die Bedürfnisse der Anderen rücksichtnimmt. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass es kein Konfliktpotenzial gibt – im Gegenteil:

  • Diese Konflikte sind Teil des Entwicklungsprozesses hin zu einem offeneren Weltbild.
  • Das besondere an heterogenen Gesellschaften ist, dass eigene Entscheidungen sehr viel genauer durchdacht werden.
  • In einem Umfeld, in dem die Kulturen nicht aufeinanderprallen sind Entscheidungen sehr viel einfacher, da die Menschen in der näheren Umgebung ohnehin denselben gemeinsamen kulturellen Hintergrund besitzen.

Konflikte sind also Teil der eigenen intellektuellen Weiterentwicklung, denn sie zwingen dazu, sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen und das eigene Weltbild in einem heterogenen Umfeld zu überdenken. In Ländern mit vielen Einwanderern, beispielsweise den USA oder auch Deutschland, stehen Einheimische und Zuwanderer jeden Tag vor kulturellen Hürden, die mitunter schwer zu überwinden oder zumindest verwirrend sein können. Im Idealfall jedoch versucht der Einzelne Teil dieses kollaborativen Lebens zu werden.

Heterogene Menschengruppen treffen bessere Entscheidungen

Heterogene Gruppe

In der Theorie bedeutet kulturelle Vielfalt, sich selbst durch die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen weiterzuentwickeln. Wird dieser Gedanke weitergeführt, bedeutet das auch, dass heterogene Menschengruppen intelligenter agieren. Das wird vor allem bei gemeinsamen Diskussionen und Entscheidungen deutlich:

Informationen

Eine heterogene Gruppe, die aus Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund besteht, fällt bessere Entscheidungen. Hierbei kommen gleich mehrere verschiedene Weltanschauungen zusammen, sodass eine große Bandbreite an Informationen genutzt werden kann, die der Einzelne oder eine homogene Gruppe nicht zur Verfügung hätte oder außer Acht lassen würde.

Objektivität

Studien zeigen, dass das Selbstvertrauen des Einzelnen in einer homogenen Gruppe sehr viel höher beziehungsweise zu hoch ist und so falsche Entscheidungen getroffen werden, die rein subjektiv sind. In einer heterogenen Gruppe jedoch basiert das Selbstvertrauen des Einzelnen auf der Effektivität der Gruppe. Entscheidungen werden gemeinsam und damit objektiv gefällt.

Kulturelle Vielfalt ist nicht einfach. Sie ist eine Herausforderung, die uns dazu veranlasst, uns mit anderen Menschen und ihren Hintergründen auseinanderzusetzen, um sie zu verstehen. Wer diese Extrameile jedoch bereit ist zu gehen, der findet sich in einem Umfeld wieder, das nicht nur der Gesellschaft, sondern jedem Einzelnen dazu verhilft, bessere Entscheidungen zu treffen und die Welt um sich herum aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten – ein Zeichen von hoher Intelligenz.

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