Wie wissenschaftliche Forschungsergebnisse durch schlechte Übersetzungen verloren gehen

Übersetzung Forschungsergebnisse

Wissenschaftliche Forschungen von Universitäten oder freien Wissenschaftlern können einer Branche, einer Technologie oder einem ganzen Wirtschaftszweig zum Durchbruch verhelfen, indem neue Erkenntnisse gewonnen wurden, die für die Weiterentwicklung der Produktion unentbehrlich sind. Problematisch wird die Veröffentlichung der Ergebnisse jedoch, wenn die Studie nicht in einem englischsprachigen Land in Auftrag gegeben wurde, denn: Die notwendige globale Aufmerksamkeit bekommen Forschungsergebnisse erst in englischer Sprache – und dieser ist nun mal nicht jeder mächtig.

Wissenschaftler, die in Ländern ansässig sind und arbeiten, in denen Englisch nicht die Amtssprache ist, haben es unabhängig von ihrem Forschungsfeld schwer. Sind die Forschungsergebnisse auch noch so bahnbrechend – ohne eine professionelle Übersetzung ins Englische waren die Bemühungen oft vergebens. Der Grund dafür ist einfach:

  • Wissenschaftler werden nur als Experten wahrgenommen, wenn sie ihre Studienergebnisse global zur Verfügung stellen.
  • In der Wissenschaft ist Englisch die „Amtssprache“ – das bedeutet für all die Wissenschaftler, die Englisch nicht als Muttersprache lernen, einen gravierenden Nachteil.
  • Eigene Übersetzungen (durch den federführenden Wissenschaftler der Studien) sind häufig nicht korrekt – falsch genutzte Wörter können in der Wissenschaft schnell zu Verwirrung und widersprüchlichen Aussagen führen, die das Ergebnis komplett verfälschen.

Die Quintessenz dieser Problematik ist, dass viele nicht-englische Wissenschaftler trotz eines großen Erfahrungsschatzes auf Ihrem Gebiet nur unzureichend wahrgenommen werden. Englischsprachige Wissenschaftler wiederrum haben es hier sehr viel einfacher, da sie ihre Studienergebnisse in ihrer Muttersprache veröffentlichen können.

Für Felder mit globalem Einfluss, beispielsweise Medizin, Biologie oder Umwelttechnologie ist der Status Quo besonders gefährlich, denn so bleibt viel Potenzial ungenutzt – und zwar nur, weil es an professionell übersetzten Studien fehlt.

„Hobby-Übersetzer“ sind für wissenschaftliche Studien selten geeignet

Wissenschaftliche Studien übersetzen

Häufig kämpfen Wissenschaftler und Forscher mit knappen Budgets, sodass für eine Übersetzung der Ergebnisse Bekannte oder Freunde eingesetzt werden, die der englischen Sprache mächtig sind. Ein verständlicher, aber dennoch nicht empfehlenswerter Weg:

  • Das Thema der Studie kann völlig fremd sein, sodass Fachvokabular ebenso unbekannt ist.
  • Der Sprachstil innerhalb einer wissenschaftlichen Studie hat wenig mit einem journalistischen Artikel gemein – wer das nicht weiß, macht aus der Studie schnell einen Presseaufsatz.
  • Die Struktur wissenschaftlicher Studien ist unbekannt – und schon ist die Studie nicht mehr als solche erkennbar.

Professionelle Übersetzungen ins Englische (und andersherum) sind der Schlüssel

Eine professionelle Übersetzung eines Textes beinhaltet nicht nur den grammatikalisch korrekten Wortlaut und Satzbau, sondern fängt auch den Stil des Autoren ein, was insbesondere in der Wissenschaft zur Überzeugungsarbeit beiträgt:

  • Zahlen und Fakten sind der Grundbaustein einer jeden Studie.
  • Der Autor selbst, dessen Name und Reputation, zählt jedoch ebenso viel.
  • Ein eigener Stil, der sich im Idealfall von anderen Wissenschaftlern abhebt, gibt den Forschungsergebnissen den besonderen Schliff, denn: Vertrauen in die eigene Arbeit und die Fähigkeit zu überzeugen, machen eine Studie erst perfekt.

Die Frage ist nun, wie Wissenschaftler an eine solche Übersetzung herankommen. Fakt ist, dass Universitäten heute noch viel zu wenig interne Möglichkeiten anbieten. Erforderlich wären professionelle Übersetzer, die entweder direkt von der Universität angestellt werden oder Übersetzerbüros, die im Rahmen einer Kooperation für die Übersetzung der Forschungsergebnisse in verschiedene Sprachen beauftragt werden – beides findet man heute nur selten.

Übrigens: Was in nicht-englischsprachigen Ländern bereits ein Problem ist, sieht in englischsprachigen Ländern nicht anders aus. Auch hier wird wertvolles Potenzial verschenkt. Angesichts der ohnehin englischsprachigen Forschungsergebnisse erfolgt keine weitere Übersetzung – würden die Ergebnisse jedoch auch in Deutsch, Spanisch oder Französisch vorliegen, wäre der Wirkungsgrad der Studie noch größer.

Forscher, deren Muttersprache nicht englisch ist, haben es schwer ihre Studienergebnisse global zu publizieren. Hier bleibt also nur der Gang zu einem professionellen Übersetzungsbüro, das nicht nur eine korrekte Übersetzung liefert, sondern sich gleichzeitig mit den Besonderheiten wissenschaftlicher Dokumente auskennt und obendrein den Stil des Autors beibehält, um die Authentizität zu wahren – keine leichte, aber eine machbare Aufgabe, wenn der richtige Partner gefunden wird.

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